Wer sind die Friedensmahnwachen?

zuletzt aktualisiert am 01.11.2014

Der vom Westen durch Geheimdienstliche Unterwanderung und offiziell angegebenen 5 Mrd. Dollar zur Förderung der "demokratischen Entwicklung" in der Ukraine initiierte Staatsstreich so wie die direkte diplomatische Unterstützung der gewalttätigen rechtsradikalen und faschistischen Umsturzbewegung durch deutsche Spitzenpolitiker aller Volksparteien war der Wasserschwall, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Da die traditionelle Friedensbewegung, die mehrheitlich von linken Einflussgruppen getragen wird, selbst zu diesem Zeitpunkt nicht mit einem gewaltigen Aufschrei reagieren wollte, konnte Lars Mährholz aus Berlin im Verbund mit Ken Jebsen über Facebook-Netzwerke eine gewaltige Bewegung ins Leben rufen, die Bewegung der Montagsmahnwachen.

Von Anfang an zeichneten sich die Kundgebungen dadurch aus, dass auch ein erweiterter Blick auf die den Frieden gefährdenden politischen Missstände geworfen wurde. So standen auch die Themen der geheimdienstlichen Totalüberwachung, private Geldschöpfung aus dem Nichts, Ausbeutung und Versklavung im Weltwirtschaftsystem, Freihandelsabkommen, die die staatliche Souveränität und Rechtsprechung aushebeln sollen, Politische Netzwerke, die die Politiker zum Verrat an ihren jeweiligen Völkern nötigen und verschiedene Themen mehr auf dem Programm. All diese Themen wurden von der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmer an den Kundgebungen als ein zusammenhängender Themenblock betrachtet, ohne den die Gefährdung des Friedens nicht isoliert betrachtet werden kann.

Gleichwohl sich die Organisationsteams aller Mahnwachen in Deutschland und außerhalb Deutschland in regelmäßigen Abständen treffen und gleichwohl man durchaus vermuten mag, dass die dadurch etablierten (oder vielleicht teilweise schon zuvor bestehenden Verbindungen) auch so etwas wie eine zentrale Einflussnahme ermöglichen könnten, so ist die Bewegung der Friedensmahnwachen doch eine dezentrale Bewegung und vermutlich mindestens die Hälfte der Organisationsteams aller Städte erklären sich für vollkommen frei in ihren Entscheidungen. Ein Teil der Organisationsteams hängt hingegen stärker an verschiedenen angeblichen Vorgaben und Leitlinien, die auf den genannten zentralen Orga-Treffen besprochen werden oder sich herauskristallisieren.

Von Anfang an stand die Bewegung der Friedensmahnwachen unter heftigem Beschuss durch die Medien, welche den Friedensmahnwachen Rechtslastigkeit, Antisemitismus und Esoterische Tendenzen unterstellten. Diese Vorwürfe dürfen jedoch überwiegend als unhaltbar bezeichnet werden. Die überwiegende Mehrheit aller Montagsmahnwachen hat nicht die geringsten diesbezüglichen Tendenzen.
Besonders pervers ist der Vorwurf der Rechtslastigeit und des Antisemitismus in Hinblick auf die tatsächliche rechtsradikalität und den reellen Antisemitismus der von unseren Politikern und von den Medien gestützten Maidan-Rebellen und des rechten Sektors in der Ukraine, die sich in ihrer Brutalität und in ihrer direkten Anlehnung an die Kooperateure des Hitlerregimes weit jenseits deutscher Legalität befinden würden.
Es liegt der starke Eindruck nahe, dass diese ungerechtfertigten Hetzkampagnen die Reaktion auf eine so bislang nicht durch etablierte Einflussgruppen kontrollierbare Volksbewegung war und ist.
Gleichwohl hat die Bewegung der Friedensmahnwachen deutschlandweit eine Stärke von insgesamt mehreren tausend Teilnehmern bewahrt, die sich jeden Montag an über 50 Orten in Deutschland und im Ausland treffen, um für den Frieden einzutreten.

Die vielfach ausgegebene "Formel", der Verweigerung einer Einordnung in ein Links-Rechts-Schema darf einerseits so verstanden werden, dass die Friedensmahnwachen keine entsprechende Anbindung oder Nähe zu irgend einer Partei oder einer etablierten politischen Richtung hätten. Andererseits darf sie als Reaktion darauf verstanden werden, dass die etablierten Parteien sich in ihrer Politik vielfach weit von ihren vorgeblichen ideellen Werten verabschiedet haben. Die von der neuen Friedensbewegung kritisierten Fehler der Spitzenpolitiker sind nicht mehr aus einem Politik-Verständnis im Links-Rechts-Denken heraus zu erklären, sondern die Politiker machen Parteiübergreifend die selben Fehler zum Schaden der Völker. Vielfach wird in der Parteienlandschaft dieses Richtungsdenken nur zur Ablenkung verwendet, um Scheindifferenzen zur Erklärung von Handlungen abzugeben, die in Wirklichkeit durch externe Interessengruppen (Think-Tanks, Großkonzerne, Hochfinanz, etc.) erzwungen werden. die Diesem Schauspiel verweigert sich die Friedensbewegung und fordert schlicht ein Handeln der Politiker im Interesse des Volkes.
Die "Reichsbürgerbewegung" so wie Anhänger der "AfD" sind nicht Bestandteil der Bewegung der Friedensmahnwachen bzw. sie haben auf diese keinen oder nur rudimentären Einfluss.

Sehr geehrter Leser,
Kommen Sie einfach mal vorbei, in der Mahnwache, die für Ihren Wohnort am nächsten liegt und sehen Sie sich selber an, was da vor sich geht und was für Menschen sich dort treffen. Sollten Sie nach 10 Minuten erkennen, dass Sie dort nicht hingehören, werden Sie sicher keinen Schaden davon haben.
Aus Sicht der angesprochenen Probleme jedoch dürften die Mahnwachen eine der wirkungsvollsten Bewegungen sein, um eine positive Veränderung zu bewirken. Für viele Menschen stellt ferner das Zusammentreffen mit politisch interessierten Bürgern einen hohen Wert dar.
Kommen Sie wenigstens einmal selber vorbei und machen Sie sich ein Bild.