Letzte Aktualisierung: München, den 16.04.2003

Vom Ende des billigen Erdöls

Informationen, die in der Öffentlichkeit noch nicht ausreichend bekannt sind

Das Ende des Erdöls wird uns bereits seit unserer Kindheit vorausgesagt, und der prognostizierte Zeitpunkt des Endes hat sich oftmals aufgrund von neuen Funden in die Zukunft verschoben. In den letzten Jahren wird allerdings auf vier verbrauchte Barrel Erdöl nur noch ein Barrel Erdöl neu entdeckt. Die gefundenen Felder sind allesamt winzig klein im Verhälnis zu den großen Feldern, die bis vor einigen Jahrzehnten gefunden wurden
Von Bedeutung ist jedoch nicht das Ende des Erdöls (das wird es in diesem Sinne aus wirtschaftlichen Gründen kaum geben - Das Öl wird nur immer teuerer), sondern die maximal mögliche Fördermenge. Die Informationen dieses Beitrags sind sinngemäß auf der www.energiekrise.de des Ludwig Bölkow Institutes zu finden.


Der zeitliche Verlauf der weltweiten Ölförderung

Die Förderkurve sowohl für einzelne Ölfelder, als auch für Regionen und für die ganze Welt gleichen einer Glockenkurve. Weltweit sind wir in diesem Moment gerade dabei, das Maximum der Ölförderung zu erreichen. Bedenken wir, dass der weltweite Verbrauch aufgrund der steigenden Industrialisierung der Schwellenländer weiter im Steigen begriffen ist, wird deutlich, dass der Ölpreisanstieg der letzten Monate der leise Vorbote eines drastischen Mangels an Energie ist. Bemerkenswert ist ferner, dass der Nahe Osten die einzige Region ist, die ihr Fördermaximum noch nicht erreicht hat. Der Irak ist weltweit nach Saudi Arabien das Land mit den zweitgrößten Erdölreserven und kann seine Förderung als eines der ganz wenigen Länder dieser Erde noch massiv steigern. Auch der Iran hat noch beträchtliche Erdölreserven und kann seine Förderung ebenfalls noch steigern. Es wird uns keine Freude bereiten, dieses billig zu förderne Öl gerade bei den Verbrechern, die die Erde unterjochen wollen, zu stark erhöhten Preisen einzukaufen. Das ist mit etwas Intelligenz auch weitgehend zu umgehen, wie die folgenden Ausführungen zeigen werden:
 

Über die weitgehende Unabhängigkeit vom Erdöl

Reduktion des Energieverbrauchs um 50% - 75% in kürzester Zeit, ohne High-Tech und gigantische Investitionen

Es gibt aktuell ein paar Boykottaktionen, die sich gegen die USA und gegen paar Erdölkonzerne richten, wie z.B.: www.stopesso.com oder www.mecca-cola.de.

Ein Energieboykott wird hingegen nur selten in Betracht gezogen, da die Möglichkeiten der Reduktion unseres Energiebedarfes bei weitem unterschätzt werden, oder weil Energieeinspaarung mit Verlust an sogenannter Lebensqualität oder mit hohen Kosten assoziiert wird. Nicht verbrauchte Energie muss auch nicht produziert werden, und hat daher, auch im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien keine Lobby. Energie aus Sonne und Wind bietet ebenfalls eine effiziente Möglichkeit, aus der Abhängigkeit der Verbrecher zu entkommen, in derem Interesse die blutigen Kriege im nahen Osten geführt werden. Die Windenergie hat gerade begonnen, zu beweisen, dass es wirtschaftliche Alternativen zum Erdöl gibt. Ihr Aufbau ist allerdings Zeit- und Investintensiv. Im Verhältnis zum Invest bietet die Energieeinsparung in vielen Bereichen ein viel größeres Potential zur Reduktion von CO2 und Erdölverbrauch und das zudem mit viel schnellerem Erfolg.
Im Folgenden soll an wenigen Beispielen, die überwiegend im Verantwortungsbereich von jedem Bürger liegen, verdeutlicht werden, welches immense Potential diese "Energiequelle" der nicht verbrauchten Energie bietet:

75% Einsparung, viel Geld gespaart - und fast keine Investitionen!
Rechnen wir uns aus, welche Einspaarpotentiale in diesen Maßnahmen stecken, erkennen wir, dass bereits ohne wesentliche Änderung der Lebensweise und weitgehend kostenneutral oder sogar mit wirtschaftlichen Vorteilen mindestens die Hälfte oder drei Viertel der Energie, auf die wir angewiesen zu sein scheinen, einfach weggespaart werden können. Vor diesem Hintergrund wird der Ersatz des verbleibenden Viertels durch regenerative Energien geradezu realistisch, sogar in absehbarer Zeit! Durch konsequente Einspaarung und durch regenerative Energien wird ein vollständiger Energiebeukott möglich!

Warum nicht zusätzlich den Gürtel enger schnallen?
Während obige Maßnahmen weitgehend ohne Einbußen an Komfort durchführbar sind, möchte ich im folgenden auch Maßnahmen anregen, die mit einer Veränderung des Lebenswandels verbunden sind. Ich denke, die Zeiten, in denen man tunlichst alles, was am unendlichen Spaß kratzen könnte umschiffen musste sind vorbei. Der Krieg hat viele "Hardcore-Leichtlebige" zu nachdenklichen Menschen gemacht. Vielfach bedeutet ein "Den Gürtel enger Schnallen" auch eine Befreiung von wirtschaftlichen Engpässen und alltäglichen Zwängen der Pflege unseres Besitzstandes.
Überlegen Sie einmal, ob eine Wohnung mit einem Zimmer pro Person nicht ausreichend sein kann. Jeder Wohnraum bedeutet zusätzlichen Energieverbrauch. Freiwerdender Wohnraum bedeutet Verbilligung von Wohnraum.
Wägen Sie beim Neukauf von beliebigen Dingen die tatsächliche Notwendigkeit ab. Landen sie nicht später wieder auf dem Müll? Oft ist auch der Kauf von Gebrauchtwaren eine Alternative, die wieder Rohstoffe sparen kann. Am Beispiel des PKW bedeutet z.B. jeder Neuwagen die Umwälzung von über 20 Tonnen Stoffen alleine bei der Herstellung. 20 Tonnen Abfälle, die vor Allem in der Dritten Welt anfallen.
Übrigens werden durch diese "wirtschaftsschädigenden" Maßnahmen finanzielle Mittel frei, die Sie an anderer Stelle viel effizienter in Arbeitsplätze umwandeln können. Wie wäre es mit einem Urlaub im Mittelgebirge, mit einem Luxuriösen Mahl im Edelrestaurant oder mit hochwertigen Lebensmitteln, die nicht vom Aldi kommen,. sondern aus dem "Tante-Emma-" Naturkostladen? Wie wäre es mit richtig schönen maßgeschneiderten Kleidern, "made in Germany" und nicht von Sklaven in Nicaragua oder auf den Phillippinen?

Der Nutzen dieser Maßnahmen:
All diese Möglichkeiten zum Energiesparen wurden bislang in der öffentlichen Wahrnehmung in sträflicher Weise ignoriert. Wir sollten dieses Potential aus den gleichen Augen sehen, mit denen wir die aktuelle Verdummungskampagne im Zusammenhang mit dem Krieg erleben. Nur taugen die oben genannten Beispiele alle für selbstbestimmtes Handeln. Wir können diese Maßnahmen eigenverantwortlich umsetzen und profitieren sogar noch davon.

Aktionen?

Diese Seite werden viele Leute aufrufen, die ebenfalls aktiv für den Frieden eintreten. Wenn Euch diese Ideen gefallen, so legt einen Link auf diese Seite oder gestaltet ähnliche Aktionen. Wie wäre es mit Autoaufklebern, die daran erinnern, dass Tanken seit dem 20.03.2003 erst recht keinen Spaß mehr macht, weil Benzin nach Blut riecht. Oder gestaltet Aufkleber, die nur für die größten Benzinschlucker designt werden, um deren Besitzern zu verdeutlichen ,dass es keine "soziale Toleranz"mehr gibt, seit das Öl völlig offen als Raubgut auf den Markt kommt. Ich glaube, in diesem Thema steckt viel drinn, weil es der einzige Beukott ist, der uns nicht schadet, sondern nutzt, aber den Profit der echten Kriegsprofiteure tatsächlich mindert.


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